Hyperion Kameragurt

Da die herkömmlichen Kameragurte wegen ihrer flachen Form nach längerem Tragen in den Hals einschneiden, hatte ich eine Alternative gesucht und diese auf der Webseite von Pavlos Koutsoukos gefunden. Dort bietet er handgefertigte Kameragurte an, die rund sind. Somit bereitet das Tragen der Kamera auf Dauer weniger Schmerzen, als das mit den vom Kamerahersteller mitgelieferten Kameragurten der Fall ist.

Es gibt die Kameragurte in verschiedenen Farben und Längen. Weil sich die Länge nicht verstellen lässt, solltet ihr diese vor der Bestellung unbedingt ausmessen. Ich habe mich wegen meiner Körpergröße für 120 cm entschieden. Im Sommer reicht möglicherweise auch eine kürzere Länge, doch im Winter mit einer dicken Jacke, dürfte alles unter 120 cm zu kurz sein.

Hyperion Kameragurt
Hyperion Kameragurt
Original Kameragurt von Fujifilm.

Fußballfreundschaftsspiel der Wendischen Auswahl gegen die Sorbische Auswahl

Im April wurde in der Ortschaft Dissen, nördlich von Cottbus, der Verein „Serbske koparje / Wendische Fußballauswahl“ gegründet. Nach dem Beispiel der „Serbska koparska wu­branka“, in welcher bisher ausschließlich Spieler aus der Oberlausitz ihrer Fußballschuhe schnürten, soll diese neue Auswahl die fußballbegeisterte sorbische / wendische Niederlausitz repräsentieren.

Am 9. Juli 2017 hatte die neu gegründete wendische Fußballauswahl ihre erste Bewährungsprobe. Gegner war, wie sollte es anders sein, die bereits seit vielen Jahren bestehende sorbische Fußballauswahl. Vor rund 250 Zuschauern zeigten die ausgewählten Spieler ihr Können am runden Leder. Waren in den Anfangsminuten die Sorben aus der Oberlausitz am Drücker, wendete sich das Blatt zur Mitte der ersten Halbzeit. Jetzt durften auch die Gastgeber beste Torgelegenheiten für sich verbuchen. Dennoch blieb es bis zur Pause beim 0:0. Fünfzehn Minuten später, die Blaskapelle hatte in der Zwischenzeit mit sorbischen Volksliedern zum Tanz eingeladen, konnte es weiter gehen. Die Jungs aus der Oberlausitz waren nun die deutlich aktivere Mannschaft. Nach einem Freistoß verfehlte der Ball den Kasten nur knapp und kurz darauf rettete das Aluminium den Gastgeber vor einem Rückstand. Dieser kam noch einmal aus der Deckung heraus, doch zum Torjubel führten die Angriffsbemühungen beider Mannschaft bis zum Abpfiff nicht. So sollte die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen, dass die Mannschaft aus Sachsen für sich entschied.

Ich persönlich sehe die Gründung der wendischen Fußballauswahl mit gemischten Gefühlen. Es ist gut, dass die Sorben in Brandenburg über den Sport auf sich aufmerksam machen wollen. Bestimmt wird das Geschehen auf dem Platz für ein positives Gemeinschaftsgefühl unter den Sorben rund um den Spreewald sorgen. Genauso wie es die Sorben in der Oberlausitz, spätestens zur Europeada 2012 erleben durften. Nicht zu vergessen natürlich die Europeada 2016 in Südtirol, zu der auch vereinzelt Schlachtenbummler aus Cottbus und Umgebung angereist waren.

Warum bisher in der „Serbska koparska wu­branka“ keine Spieler aus Brandenburg dabei waren, hat meines Wissens mit dem weiten Anfahrtsweg zum Training vor der Europeada zu tun. Wobei zumindest die Mädels auch ein Trainingslager in Cottbus abgehalten hatten. Des Weiteren gab es sprachliche Gründe, denn die Trainingssprache ist Sorbisch.
*korrigiert mich, wenn das falsch sein sollte

In der neu gegründeten wendischen Fußballauswahl ist das Beherrschen der sorbischen Sprache nicht zwingend notwendig, es darf jeder das Trikot mit dem Lindenblatt tragen, der sich mit der sorbischen Kultur identifiziert. Das birgt zukünftig die Gefahr, dass der kulturelle Aspekt vernachlässigt und die Mannschaft aus rein sportlichen Erfolgsgründen mit den besten Spielern der Region zusammen gestellt wird. Der eigentliche Sinn einer Minderheitenauswahlmannschaft sowie der Europeada, über den Sport den kulturellen Austausch zu fördern, bliebe somit zum Teil auf der Strecke. Da laut den Bestimmungen der FUEN keine professionellen Fußballer mitmachen dürfen, gibt es zumindest in dieser Richtung eine klare Grenze. Ob die Regel von allen teilnehmenden Minderheiten in der Vergangenheit eingehalten wurde, mag ich nicht beurteilen. Vermutungen, dass dies nicht immer der Fall war, weil schwer nachprüfbar, gibt es durchaus.

Natürlich ist es nicht einfach, die richtige Balance zwischen Sprache und Kultur auf der einen und dem Sport auf der anderen Seite zu finden. Der bisher eingeschlagene Weg, gibt den Sorben jedoch Recht, wie auch an den vielen positiven Reaktionen zur Europeada 2012 und 2016 zu vernehmen war. Ich glaube, dass wir in Südtirol, ungeachtet vom sportlichen Erfolg, bei den Gastgebern und allen Minderheiten die teilgenommen hatten, einen unvergeßlich positiven Eindruck hinterließen.

Es wäre zu wünschen, wenn Spieler sowie Anhänger der wendischen Mannschaft, die bisher nicht Sorbisch sprechen, durch die neugegründete Fußballauswahl an die sorbische Sprache herangeführt werden. Ähnlich ist es ja auch bei mir selbst.

Sinngemäß fällt mir diesbezüglich folgendes Zitat ein:

Die größte Anerkennung die du einem Volk zollen kannst, ist das Erlernen seiner Sprache.

Mit Sorge habe ich in Dissen vernommen, dass oft von unserer und eurer Mannschaft die Rede war. Es besteht bereits die Gefahr, dass die Existenz zweier Mannschaften das sorbische Volk spaltet. Wenn schon, dann soll von „unseren Mannschaften“ gesprochen werden. Auch wenn es Unterschiede zwischen den Sorben in Brandenburg und Sachsen geben mag, halte ich es für sinnvoller, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, nach außen mit einer Stimme sprechen und sich als eine Einheit präsentieren. Ob die von den Sorben in Brandenburg erträumte Europeada-Teilname mit dieser eigenen Mannschaft überhaupt möglich, sowie dem inneren Zusammenhalt förderlich ist, bleibt abzuwarten.

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Die Jazzmaschine im Friese in Kirschau

Geräusche aus großen Metalltrichtern, Töne aus Metallophonen und Rhythmen aus rotierenden Stahlteilen sowie Mechaniken, vereint in einer riesigen und begehbaren Maschine. Gemeinsam in einer Performance mit Musikerinnen und Musikern, ergänzt durch Tanz und Schauspiel entstand ein besonderes künstlerisches Projekt.

Nach drei Jahren Bauzeit haben Stefan Albrecht (Objektkünstler, kinetische Objekte) und Micha Winkler (Musiker, Musikdozent) ein bisher einzigartiges Instrument der Klangerzeugung entwickelt – die Jazzmaschine, ein kinetisches Objekt, gefertigt aus alten, nicht mehr genutzten Industrieteilen wie Hupen, Heizkessel und Stahlrohren, welches selbst Musik und Klänge erzeugen kann. Dieses Instrument bietet dabei experimentelle, musikalische Anknüpfungspunkte für Musiker, Schauspieler und Tänzer und lädt zum Blick über den eigenen musikalischen Tellerrand ein. Die für diese Maschine eigens komponierte Musik ist in Modulen und für verschiede Besetzungen konzipiert. So ist es möglich, mit unterschiedlichsten Ensembles immer wieder neue und spannende Aufführungen zu gestalten.

Gemeinsam mit dem Musiktheaterprojekt „Move Together“, konnte die Jazzmaschine nun erstmals in einer atemberaubenden Live-Inszenierung der Welt präsentiert werden. Im Rahmen des gleichnamigen zweiwöchigen Sommercamps mit Jugendlichen aus Polen und Deutschland, wurde unter der Anleitung erfahrener Musiker, Darsteller und Techniker, die Erstaufführung konzipiert und einstudiert. Förderung erhielt dieses Projekt als Teil des dreijährigen Kooperationsprojektes „Kulturpartner“ / „Partnerzy z Kultura“ zwischen dem Steinhaus e.V. und dem Jeleniogórskie Centrum Kultury im Rahmen des „Kooperationsprogrammes INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020“, einem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, sowie durch das Bundesprogramm „Pop II Go – Unterwegs im Leben“. An den Workshops im Steinhaus in Bautzen sowie dem Friese in Kirschau, nahmen insgesamt 45 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren teil.

Textquelle: Steinhaus Bautzen

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Uhrzeit von mehreren Kameras in Lightroom synchronisieren

Wer mit mehreren Kameras gleichzeitig fotografiert, hat oft das Problem, dass die Kameras zeitlich nicht miteinander synchron sind und die Bilder somit in der falschen Reihenfolge in Lightroom sortiert werden. Natürlich lassen sich alle Fotos auch manuell sortieren, doch ist das bei sehr vielen Bildern recht aufwendig. Fotograf André Heinermann zeigt in seinem Video, wie sich diese Schwierigkeit beheben lässt.

Festumzug 400 Jahre Neudörfel

400 Jahre ist es jetzt her, dass die Ortschaft Neudörfel in der Gemeinde Räckelwitz zum ersten Mal urkundlich Erwähnung fand. Dieses Jubiläum sollte ein ganzes Wochenende lang gefeiert werden. Den Höhepunkt bildete der Festumzug am Sonntag, bei dem gefühlt jeder Einwohner seinen Teil beitrug. Nachgestellt wurden verschiedene Ereignisse aus der Dorfgeschichte. So tuckerte ein alter Wartburg vom örtlichen Taxiunternehmer genauso über die Straße, wie Traktoren, ein Mähdrescher und Pferdefuhrwerke. Zwei Tanzgruppen schwangen ihre Hüften zu regional bekannten Melodien, Handwerkskunst war zu erleben und die zahlreichen Zuschauer tauschten so manche Erinnerung aus.

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Die deutsche U21-Fußballnationalmannschaft der Männer ist Europameister und die mit zahlreichen jungen Spielern besetzte A-Nationalmannschaft gewinnt den Konföderationen-Pokal. Diese beiden Titel sind auch eine Auszeichnung für die vielen Ehrenamtlichen, die jede Woche bei ihren Lokalvereinen auf dem Platz stehen, um schon den Jüngsten das Kicken beizubringen. Ohne dieses Engagement gebe es solche Erfolge nicht.

DJK Sokol Ralbitz/Horka, Kreispokalsieger 2017

Spannender hätte das Kreispokalfinale 2017 nicht sein können. Der Königswarthaer SV empfing den Titelverteidiger DJK Sokol Ralbitz/Horka. Die 400 Zuschauer, darunter viele Gästeanhänger, sahen eine ausgewogene erste Halbzeit mit Torchancen auf beiden Seiten. Schock für Ralbitz, zehn Minuten nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit. Christoph Gloxyn im Tor der Sokolisten verlor bei einer Flanke des KSV kurzzeitig den Überblick und Ronald Wichmann köpfte ungehindert zum 1:0. Fortan wirkte Königswartha ideenreicher im Spiel nach vorn, doch Ralbitz hielt so gut es ging dagegen. Erst mit der Einwechslung von Christian Matka fanden die Gäste wieder in das Spiel zurück und wurden vor allem über den linken Flügel gefährlich. Großartige Torgelegenheiten sprangen trotzdem keine heraus. Die Uhr tickte für die Jungs um Trainer Enrico Angermann. Noch vier Minuten, zeigte der Schiedsrichter. Es schien als ließen die Titelverteidiger allmählich ihre Köpfe hängen. „Hier ist noch lange nicht Schluß!“ rief Thomas Hentschel lautstark auf den Platz und peitschte seine Mannschaft noch einmal nach vorn. Was dann passierte, läßt sich kaum in Worte fassen. Nach einer Flanke gelangte das Spielgerät auf den Kopf von Sebastian Grasse, der den Ball zum Eigentor in den Maschen versenkte. Grenzenloser Jubel auf Seiten des DJK Sokol. Keiner wußte, wem er zuerst umarmen sollte und so liefen alle schreiend, wild mit den Armen fuchtelnd umher.

Bis auf zwei Situationen, in denen der Schiedsrichter für beide Mannschaften durchaus einen Strafstoß hätte geben können, passierte zur Nachspielzeit wenig spektakuläres. So ging es nach 120 Minuten in das Elfmeterschießen. Beim dritten Schützen riss Christoph Gloxyn geistesgegenwärtig die Arme nach oben und brachte seine Mannschaft somit auf die Siegerstraße.

Unsicherheit nach dem letzten verwandelten Schuss. War es das? Alle kuckten sich vorsichtshalber noch einmal um, der erste Jubelschrei, geschafft, Schluß 5:6. Trainer Thomas Hentschel bekam seine verdiente Bierdusche und auch der ehemalige Trainer Thomas Schultz erhielt dankende Worte. Im Anschluss fuhr die Mannschaft im Reisebus nach Prag, wo bis in den nächsten Tag gefeiert wurde.

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